Gesellschaftliche Beobachtung

Keine Toleranz für Schwulenfeinde

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Eigentlich sollte Homosexualität kein Thema mehr sein. Ich meine, es gab mal diese Zeit, in der man nur hinter vorgehaltener Hand von Schwulen geredet hat. Ich war damals zu klein, um mitzureden. Aber dass den Leuten das Thema irgendwie unangenehm war, habe ich damals schon bemerkt. Dann kamen die Komiker und griffen das Thema auf. Eine kurze Zeit lang waren Schwulenwitze forsch, frech und ein klein wenig unmoralisch. Dann wurden sie Usus, so dass sie langweilig wurden und die Komiker sich andere Themen zum Witzemachen suchten. Für mich war das damals ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft Schwule endlich als normale Mitglieder anerkannt hatte.

Jetzt will man in Uganda Homosexuelle hinrichten. Per Gesetz, also von staatlicher Seite aus. Die Anerkennung des Gesetzesentwurfs steht noch aus, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Staat Uganda ab Februar 2010 offiziell schwule Menschen hinrichten darf. Ist das nicht traurig?

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Welt doch uninteressant?

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Grade kam mir ein drolliger Gedanke.

Als ich noch jünger war und in Sachen Berichterstattung über das Weltgeschehen noch auf den Fernseher angewiesen war, dachte ich mir, die Nachrichten seien oft uninteressant, weil es den TV-Nachrichtenredaktionen nicht gelingt, die gesamte Welt bis in den hinterletzten Winkel auszuleuchten und die wirklich interessanten Dinge herauszufinden. Manchmal finden sie was wirklich Berichtenswertes, und das ist dann eine echte Nachrichten-Bombe. Aber überall auf der Welt, dachte ich mir, lauern täglich Myriaden von interessanten, spannenden, aufregenden Geschehnissen, die an unseren Nachrichten vorbei geschehen.

Heute ist die Lage etwas anders: Das Internet gibt mir die Möglichkeit, alle Nachrichten zu bekommen, die ich haben will. Nicht nur von professionellen Agenturen, sondern vor allem von Amateuren und Semi-Amateuren. Und nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus dem Ausland, und auch aus Quellen, die von den professionellen Berichterstattern gar nicht ernst genommen würden. Da ist selbstverständlich viel Murks dabei, einiges Zweifelhaftes, eine Menge Spezi-Kram, aber vor allem vieles, das sonst total an mir vorbei gelaufen wäre, ohne dass ich es sonst bemerkt hätte, wenn ich nur TV schauen würde wie damals. Kurzum: Ich habe den Eindruck, das Internet hilft mir, die Geschehnisse auf der Erde auszuquetschen wie eine Zitrone und die für mich interessante Essenz aller Weltgeschehnisse von hier bis Timbuktu zu erfahren.

Und was ist das Resultat? - Ich finde die Dinge, die auf der Welt so geschehen, meistens langweilig! Ganz recht, das Internet hat irgendwie den Schleier über der Sache gelüftet und mir gezeigt, dass die vermuteten super-spannenden Weltgeschehnisse gar nicht existieren. Irgendwie ist mir damit eine angenehme Illusion flöten gegangen.

Jetzt warte ich auf die Weltraumkolonisation.

Mein schneller Weg zum Nichtraucher

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Warum raucht man? Weil's so gut schmeckt? Wenn es so gut schmecken würde, dann gäbe es Aschenbechertorte, Zigarettenwürstchen und Pfeifeneis. Gibt's aber nicht. Warum? Weil's scheisse schmecken würde!

Rauchen beruhigt auch nicht. Raucher sind nicht ruhiger als ihre Zeitgenossen, eher gestresster. Warum raucht man also?  Weiterlesen»

Nachtrag zum Crobag-Penner

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Wencke hat einige hervorragende Kommentare zu meinem Artikel über den Crobag-Penner geschrieben. Damit hat sie meine Sichtweise relativiert. Jetzt stehe ich zwar nicht 100%ig auf Wenckes Meinung, aber... ach, ich empfehle Dir einfach, auf die Kommentare des vorigen Artikels zu schauen und selbst nachzulesen. Nochmal vielen Dank, Wencke!

Heute habe ich bei meinem Kaffeemann nachgefragt, ob die Servietten irgendwie selbst bezahlt werden müssen. Davon wusste er nichts, das heisst jedenfalls, dass er als Crobag-Angestellter nichts davon mitbekommt. Das nur, weil diese Frage in den Kommentaren offen geblieben ist.

Ach ja, und ich habe Crobag doch nicht falsch geschrieben. Das freut mich sehr, so muss ich mich nicht schämen!

Was heisst eigentlich "Penner" auf Emo?

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Grade am Hauptbahnhof habe ich mir einen Kaffee vom Crobag-Stand geholt. Ein Obdachloser schlich sich vorbei und nahm quasi im Vorbeigehen ein paar Papierservietten vom Crobag mit. Der Typ hinter der Theke wurde ärgerlich und rief dem häuslich Herausgeforderten hinterher: "Hey! Da kann man auch mal vorher fragen!"

Reflexartig dachte ich: Recht hat er! Wie unhöflich, nicht zu fragen. Er kriegt die Tücher immerhin einfach so, kostenlos. Es dauerte ein Weilchen, bis mir aufging, was für einen Schwachsinn ich da dachte. Der Mann ist obdachlos, warum in Athes Namen soll er noch lieb Bitte sagen? Verdammt nochmal, der Crobag-Grobian hätte ihm ein altes Brötchen zustecken sollen, statt ihm den Schwachsinn nachzurufen, mit dem seine Mutter ihn immer getrietzt hat. Wenn Eltern sowas ihren Kindern sagen, dann mag das ja noch sinnvoll sein. Aber wieso soll eine Crobag-Halbtagskraft jetzt Obdachlose in Benimmregeln unterrichten? - Schwachsinn.

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Der Bitch-Express

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Ich habe mich oft geärgert, wenn in einer Gruppe Jugendlicher einer sein Handy laute Musik spielen lässt. Vor allem in Bussen und Bahnen, wenn man nicht wirklich ausweichen kann, ist sowas lästig. Aber dieses Verhalten scheint mehr und mehr in Mode zu kommen. Ich beobachte es häufiger bei Mädchengruppen als bei Gruppen von Jungs. Und es sind immer nur Jugendliche, die sowas tun, niemals Erwachsene oder Alte. Es wird laut Musik gespielt, obwohl die Tonqualität grausig ist und man kaum den Interpreten verstehen kann.  Weiterlesen»