Wissenschaft

Kommentar zum Trend "Wissenschaftler äußern sich zu Moral und Ethik"

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Es gibt scheinbar einen neuen Trend unter Wissenschaftlern: In Talkshows, Interviews und öffentlichen Präsentationen äußern sie sich jetzt nicht mehr allein zu den fachlichen Themen ihres Gebiets, sondern geben auch immer häufiger Auskunft über moralische und ethische Implikationen ihrer Forschung. Das ist insofern heikel, da seit Descartes eine Art ungeschriebenen Gesetzes besteht: dass die Wissenschaft Aussagen über die Funktionsweise der Welt macht, und die Religion doziert über Moral und Ethik. Kann es sein, dass diese alte Regel nun bricht?

Gut wäre es auf alle Fälle. Wer würde nicht einer Gruppe erfahrener Psychologen oder sogar Biologen eher ein fundiertes ethisches Urteil zutrauen als einer Bischofskonferenz? Doch bei dieser Betrachtungsweise ist etwas wichtiges vergessen worden, nämlich dass die Philosophen schon seit Jahrhunderten, gar seit Jahrtausenden, sehr fundierte Aussagen über Ethik und Moral machen. Jeder kann es nachlesen, ob nun bei Plato und Sokrates oder bei Kant und Hegel.  Weiterlesen»

Wir haben ja keine Ahnung

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Eines Nachts kamen ein Freund und ich auf eine schöne Idee: Wir wollten die Sterne möglichst klar mit bloßen Augen sehen können. Das ist nicht einfach, wenn man sich in einer Stadt befindet, weil von allen Richtungen störendes helles Licht einfällt. Also sind wir zum äußersten Rand der Stadt gefahren, bis wir ein riesiges Feld fanden. Ich steuerte das Auto bis ungefähr in die Mitte des Feldes, wo wir praktischerweise einen kleinen Platz mit einer Parkbank vorfanden. Es war so dunkel wie es in dieser relativen Nähe zu einer Stadt nur sein kann; wir konnten uns gegenseitig nur dadurch erkennen, dass unsere Silhuetten sich dunkel gegen den schmalen hellen Streifen am Horizont abhoben, in dem sich der ganze Glanz der Stadt versteckt hatte.

So der Dunkelheit ausgesetzt, sprachen wir unwillkürlich leiser, denn alle Geräusche erschienen plötzlich lauter zu sein. Es war recht warm für eine Nacht, aber ein träger, erfrischender Wind wehte angenehm um uns herum. Vom Auto her hörten wir noch einige Knackgeräusche, während sich das abkühlende Metall zusammenzog, und gedämpft drang das entfernte Rauschen der Autobahn in unsere Ohren. Über all dem lag die gigantische schwarze Schale des Himmels, gesprenkelt mit vielen winzigen, perfekt reinen Leuchtpunkten, eine Unendlichkeit, deren Größe man nicht im mindesten erfassen kann, selbst wenn man mehrfach den Blick von einer Seite des Himmels zur anderen schweifen lässt.

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Albert Hofmann verstorben

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Vorgestern verstarb der Entdecker von LSD, der stärksten bekannten psychoaktiven Substanz. Der brillante Mann erreichte, allen Drogen-Vorurteilen zum Trotz, ein Lebensalter von 102 Jahren.

Himmel und Hölle ist im Menschen. Und es ist so, dass man mit diesem Stoff nun Einblick bekommt in die eigene Hölle oder den eigenen Himmel.
- Albert Hofmann

Spielen wir Gott, oder retten wir die Erde?

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Mal wieder habe ich einen faszinierenden Video-Vortrag bei TED.com (neues Fenster) gesehen, der mich mit offenem Mund staunen ließ. Craig Venter und sein Team arbeiten an einer biochemischen Weltpremiere: Sie wollen auf künstliche Weise ein Genom konstruieren und ein Lebewesen ganz nach ihren Vorstellungen schaffen. In diesem Vorhaben sind sie schon sehr weit gekommen.

Damit wir uns richtig verstehen: Es geht nicht darum, ein bestehendes Genom zu nehmen und umzugruppieren. Nein, Venter und seine Leute bauen die einzelnen Gene und Chromosome Stück für Stück selbst zusammen. Ein Computerprogramm hilft ihnen bei der Zusammenstellung. Sie haben das größte bisher vom Menschen geschaffene Molekül erzeugt; ausgedruckt würde der genetische Code etwa 142 Seiten füllen. Man kann es mit einem stark vergrößernden Mikroskop sichtbar machen - ein optisch erkennbares Molekül! Zum Vergleich: Bisherige Methoden konnten grade mal um die 30-50 Gene aneinanderreihen, und das mit einer relativ großen Fehleranfälligkeit.

Das ist absolut faszinierend, vollkommen atemberaubend. Schon bald könnte es Organismen geben, die nicht von der Natur hervorgebracht wurden, sondern vom Menschen designt wurden. Venter denkt an Bakterien, die aus CO2 Öl machen, an neue Kraftstoffe, Impfstoffe, Pharmazeutika und andere Versorgungsgüter für die immer größer werdende Menschheit.

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Heute nacht: totale Mondfinsternis!

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Heute nacht wird es eine totale Mondfinsternis geben. Wer sie verpasst, muss bis 2010 auf die nächste warten. Sie wird natürlich mit bloßem Auge zu sehen sein. Der erste Eintritt in den Halbschatten wird um 1:35 Uhr stattfinden, also anderthalb Stunden nach Mitternacht. Die stärkste Verdunkelung wird um halb fünf Uhr morgens erreicht sein - ein Zeitpunkt, zu dem ich bedauerlicherweise schon schlafen werde. Erst gegen halb acht Uhr morgens wird das Schauspiel gänzlich beendet sein.

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Der kosmische Humor des Douglas Adams

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Wer das Buch "Per Anhalter duch die Galaxis" von Douglas Adams aufschlägt, findet zunächst eine Seite, auf der nichts andere steht als (sinngemäß):

Es gibt eine Theorie, nach der jedesmal, wenn jemand verstanden hat, wie das Universum funktioniert, das Universum sofort durch etwas noch Größeres, noch Unverständlicheres ausgetauscht wird.

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Kreationismus-Debatte doch nicht so trivial

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Ich sehe grade Richard Dawkins' Video "The Root of All Evil, Part 1: The God Delusion". Dawkins ist ein Wissenschaftler, der durch seine eingängige Religionskritik bekannt worden ist.

In der heutigen Zeit gibt es einen Konflikt, wenn man so will eine Art Krieg. In Deutschland kriegen wir von diesem Konflikt recht wenig mit, aber in den Vereinigten Staaten findet tägliche Berichterstattung über den Konflikt zwischen Kreationisten und Wissenschaftlern statt.

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